Grundsteine legen
SystemARCHITEKTUR. Ist es möglich, aus dem Vergleich mit dem klassischen Architekturbegriff Nutzen für die Systemarchitektur von IT-Systemen zu ziehen? Die Übersetzung des Wortes "Architekt" als "oberster Zimmermann/Handwerker" weist schon auf die Bedeutung der Architekturdisziplin als maßgebliche Tätigkeit bei der Konstruktion und Erstellung von Gebäuden hin. Bei der Beschreibung der Erstellung von komponentenorientierter Software wird ebenfalls häufig auf die Haus-Metapher zurückgegriffen. Grundsätzlich ist die Frage zu klären, wann wir "bloß programmieren" und wann wir bewusst architektonisch arbeiten.
Nach Vitruv (römischer Architekt) beruht Architektur auf Stabilität, Nützlichkeit und Anmut. Übertragen auf Software würde das bedeuten, dass zu den beiden pragmatischen Aspekten auch ein ästhetischer hinzu kommt. Aber was bedeutet es denn, "schöne" Softwaresysteme zu erschaffen? Wodurch werden Systemarchitekturen schön oder elegant? Sind es übergreifende Konzepte oder pfiffige Details?
Unstrittig ist, glaube ich, dass es tatsächlich schlecht entworfene Systeme gibt ("Applications come and go, but bad architecture stays"), aber meine Recherchen haben bisher keine Häufung von Mutwilligkeit bei schlechten Architekturen zutage gebracht. Meistens sind die Architekten von Dingen überrascht worden, die sie zum Entwurfszeitpunkt entweder übersehen hatten, oder ihre Architektur war ganz einfach für den zukünftig auftauchenden Anwendungsfall nicht geeignet. Es ist zwar makaber, aber ich habe ein Interview mit einem der Architekten des World Trade Centers gesehen, der gefragt wurde, ob man solche Ereignisse wie am 11. September nicht bei der Konstruktion des Gebäudes eingeplant hatte. Er sagte, natürlich hätten sie das, aber nicht für Flugzeuge mit mehr als 100 Passagieren an Bord...
Die Kenntnis von Mechanismen, die zu schlechter Architektur führen und deren Vermeidung sollte also automatisch die Architektur verbessern.
Vielleicht ist es zunächst tatsächlich einfacher, darüber nachzudenken, was man nicht tun sollte, als alles zu finden, was wünschenswert ist...
Nach Vitruv (römischer Architekt) beruht Architektur auf Stabilität, Nützlichkeit und Anmut. Übertragen auf Software würde das bedeuten, dass zu den beiden pragmatischen Aspekten auch ein ästhetischer hinzu kommt. Aber was bedeutet es denn, "schöne" Softwaresysteme zu erschaffen? Wodurch werden Systemarchitekturen schön oder elegant? Sind es übergreifende Konzepte oder pfiffige Details?
Unstrittig ist, glaube ich, dass es tatsächlich schlecht entworfene Systeme gibt ("Applications come and go, but bad architecture stays"), aber meine Recherchen haben bisher keine Häufung von Mutwilligkeit bei schlechten Architekturen zutage gebracht. Meistens sind die Architekten von Dingen überrascht worden, die sie zum Entwurfszeitpunkt entweder übersehen hatten, oder ihre Architektur war ganz einfach für den zukünftig auftauchenden Anwendungsfall nicht geeignet. Es ist zwar makaber, aber ich habe ein Interview mit einem der Architekten des World Trade Centers gesehen, der gefragt wurde, ob man solche Ereignisse wie am 11. September nicht bei der Konstruktion des Gebäudes eingeplant hatte. Er sagte, natürlich hätten sie das, aber nicht für Flugzeuge mit mehr als 100 Passagieren an Bord...
Die Kenntnis von Mechanismen, die zu schlechter Architektur führen und deren Vermeidung sollte also automatisch die Architektur verbessern.
Vielleicht ist es zunächst tatsächlich einfacher, darüber nachzudenken, was man nicht tun sollte, als alles zu finden, was wünschenswert ist...

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